Basel - Solothurn 19 - 21. Nov. 2012

Dieser alternative Pilgerweg von Basel über Solothurn nach Burgdorf ist der kürzeste Zubringer von Basel zum klassichen Jakobsweg. Wenigstens dieses kleine Wegstück wollte ich dieses Jahr gehen. Fazit: Ein sehr schöner Weg mit vielen Höhenmetern. Ich würde ihn als Direttissimo bezeichnen.

19. November  Grellingen - Kloster Beinwil  ca.  15 km

Von Basel bringt mich das Regionalbähnli zum Ausgangspunkt meiner dreitägigen Pilgerreise nach Grellingen. Die Etappe beginnt sehr angenehm. Fast drei Stunden gehe ich durch das romatische, schattige Chaltbrunnental dem Fluss Ibach entlag. Am Mittag bin ich in Meltlingen. Nch dem Mittagessen beginnt die erste rechte Steigung zum Meltlingerberg und dann ca. 1 Stunde Abstieg zum Kloster Beinwil, wo ich übernachten will und kann.

Das Kloster Beinwil hat mich positiv überrascht. Es liegt abgelegen in einem recht bewaldeten Tal. Ich wurde hier von Christoph und der kleinen Gemeinschaft sehr gastfreundlich aufgenommen. Die Spiritualität ist ökumenisch und sehr einfach. "Nur" dreimal pro Tag wird gebetet. Morgens um acht, mittags um zwölf und abends um neun Uhr. Morgens wird im nüchternen evangelischen Kapitelsaal gebetet, am Mittag in der grossen kath. Barockkirche und abends in der byzantinischen Krypta mit vielen Kerzenlichtern. Die Gebete dauern jeweils nur eine Viertelstunde. Die meiste Zeit wird geschwiegen. Und wenn gesungen wird, sind es kurze Psalmen, die sehr leise gesungen werden. Das gibt den Gebeten eine vornehme meditative Tiefe.  Gegessen wird auch im Schweigen. Alles war für mich stimmig und wohltuend. Nichts hat mich befremdet. Das kann ich von andern mir bekannten Klöstern nicht ohne weiteres sagen. 

20. November  Beinwil - Welschenrohr   ca. 17 km oder mehr

Es ist es kalt und neblig. Ich marschiere mit Handschuhen und einer warmen Kappe los. Der Aufstieg auf auf die "Hohe Winde" zieht sich,  es sind doch ca. 650 Höhenmeter, die bewältigt werden müssen. Der Aufstieg wird oben belohnt durch die warme Sonne und einen tollen Rundblick. In den Tälern bleibt der Nebel hocken. Nch dem kuzen Abstieg zum Erzberg bin ich dankbar, dass dort ein Restaurant ist, das offen ist und meinen Hunger stillen kann.

Nach einer weiteren, diemal leichten Steigung zum Scheltenpass führt ein schöner Weg nach Tannmatt. Von dort bin ich der Strasse entlang bis Welchenrohr gelaufen. Auf diesen letzten Wegabschnitt könnte man gut und gern verzichten.

21. November  Welschenrohr  - Solothurn  ca. 11 km oder mehr

Wieder beginnt der Tag mit einem saftigen Aufstieg (567 Höhenmeter) auf die Passhöhe des Weissensteins. Wieder unten Nebel und oben Sonnenschein und Weitblick. Der Abstieg nach Rüttenen ist  sehr steil und im Spätherbst mit dem vielen Laub auf den Wegen nicht angenehm. Von Rüttenen geht's ebenaus durch die Verenaschlucht nach Solothurn. Ich habe mir sagen lassen, dass es von Slotohurn nur noch ca. 20 km bis nach Burgdorf sei, wo man in den klassischen Jakobsweg eimünden kann.

Das Kloster Beinwil (www.beinwil.org) stellt im Internet das Kartenmaterial für diesen Weg  zur Verfügung. Dank diesem Kartenmaterial konnte und wollte ich diesen Weg begehen.

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