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strenge Fusspilgerreisen auf dem Jakobsweg habe ich in den
vergangenen fünfzehn Jahren organisiert und geleitet.
Diesen Herbst (2008) bin ich mit der letzten Gruppe nach acht
Jahren am Ende der (mittelalterlichen) Welt, im Finisterre
angekommen. Direkt am Meer haben wir einen wunderbaren Sonnenuntergang
erlebt und einen langen Weg gemeinsam beendet. Ich konnte
mit diesen Reisen meine innere Berufung leben und dafür
bin ich unendlich dankbar.
Der
Weg hört nie auf. Er beginnt immer wieder von Neuem,
in einer andern Form und vielleicht in einer neuen Richtung.
Vorläufig werde ich selber keine Gruppenreisen mehr durchführen.
Ich will meine Kräfte dafür einsetzen, dass in Rapperswil
eine Pilgerherberge realisiert werden kann. Ich habe vom Camino
viel bekommen. Er war mein bester Lehrer. Vielleicht kann
ihm jetzt etwas zurückgeben.
Sesshaft
zu werden ist (noch) nicht meine grösster Wunsch. Wahrscheinlich
wird es mich bald wieder auf den Weg ziehen. Dann packe ich
meine Sachen wieder und gehe. Etwas weiss ich schon jetzt:
Ich würde dann - wie vor 20 Jahren - alleine aufbrechen.