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Bruno Kunz
Psychologe FH
dipl. Laufbahnberater

Herrenberg 44
CH - 8640 Rapperswil
++41 55 210 66 20
++41(0)79 510 29 50
bruno.kunz@sinnwaerts.ch

Die zehn Ge(h)bote für Pilger

Man sollte Gebote
nicht mit Verboten verwechseln.


Man kann auf hunderterlei Varianten den Jakobsweg erleben und jedermann hat seine guten Gründe, warum er den Weg in dieser oder jener Art und Weise macht.

Ich plädiere trotzdem mit zehn plakativen Ge(h)boten dafür , dass der Camino in einer ganz bestimmten Art und Weise unter die Füsse genommen wird.

Diese Tipps sind für alle Pilger wichtig, die auf ihrem Weg psychologische und spirituelle Einsichten und Zusammenhänge begreifen und existenziell verstehen wollen.

1. Geh

Es gibt fürs Pilgern kein besseres Fortbewegungmittel als das Gehen. Gehen! Darum geht es.

2. Geh langsam

Setz dich nicht unter unnötigen sportlichen Leistungsdruck. Du kommst immer nur bei dir selbst an.

3. Geh leichtReduziere dein Gepäck auf das Nötigste. Es ist ein gutes Gefühl mit wenig auszukommen.
4. Geh einfach

Einfachheit begünstigt spirituelle Erfahrungen. Sie ist sogar Voraussetzung dafür.

5. Geh alleineDu kannst besser in dich gehen und offener auf andere(s) zugehen.
6. Geh dankbar

Alles - auch das Mühsame - hat seinen tieferen Sinn. Vielleicht erkennst du diesen erst später.

7. Geh lange

Auf die Schnelle wirst du nichts kapieren. Erst wenn du wochenlang unterwegs bist, wirst du dem Geheimnis des (Jakobs-)Weges auf die Spur zu kommen.

8. Geh achtsamWenn du bewusst gehst, lernst du den Weg so anzunehmen wie er ist. Dies zu begreifen ist ein wichtiger Lernprozess und braucht seine Zeit (siehe Punkt 7).
9. Geh weiter

Auch wenn Krisen dich an deinem wunden Punkt treffen, geh weiter. Vertraue darauf: Es geht, wenn man geht.


und zum Schluss

10. Geh mit Gott

© Bruno Kunz
Es pilgert sich leichter, wenn du im Namen Gottes gehst. Wenn Gott für dich weit weg oder inexistent ist, könnten dir die Ge(h)bote 1-9 helfen, das Göttliche in dir (wieder) zu entdecken.